Expertentipps



In nur 1 Minute gelesen, bereichern sie Ihren ganzen Tag: die Expertentipps führender Speaker auf ICJ-Luxury.de:

 

Wir alle kennen das „berühmte“ Wort „hätte“ ich doch....usw.. Ein Wort, das, so unscheinbar es ist, doch oft unser Leben bestimmt. 

„Hätte“ ist unbefriedigend, negativ und bedauerlich. „Habe“ ist in erster Linie positiv, denn es beschreibt ein aktives Ereignis. 

 

Eliminieren Sie jetzt das Wort „hätte“ durch "habe" oder "ich will" mittels der wertvollen Expertentipps von 14 ausgewählten Speakern. Tipps, die Ihr Leben neu und angenehm gestalten, täglich neu auf ICJ-Luxury.de und ICJ-mm.de.

 

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Keils Anti-Crash Tipps

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Die Anti-Crash Tipps aus dem Cockpit! 

 

Philip Keil ist der Pilot unter den Rednern! Seit einem Beinahe-Absturz im Jahre 2009 überträgt er das „Crew Resource Management“ aus dem Cockpit auf den Alltag von Managern und Mitarbeitern. Seine Expertenthemen: Krisenmanagement, Entscheiden unter Druck und Führungskompetenz. Philip Keil ist ein international gefragter Top-Speaker und Autor des Sachbuchs „Ready for Take Off – Wie wir unsere Stärken nutzen und Stress vermeiden“. Neben Impulsvorträgen bietet er auch Führungskräfte-Trainings im Flugsimulator an. www.philipkeil.com

 

Otto und die Hummeln, oder: Warum wir auch mal unvernünftig sein müssen. 27.12.2016

„Der Mensch kann alles, was er will. Aber ein normaler Mensch will nur, was er kann.“
Reinhold Messner


Als Otto Lilienthal sein erstes Fluggerät entwarf, waren sich die Experten einig: „Lächerlich! Jedes Kind kennt den Effekt der Erdanziehung! Was schwerer wiegt als Luft, fällt zu Boden!“ Wie hat Lilienthal auf dieses vernichtende Urteil reagiert? Er ist einfach geflogen! Heute ist es das Normalste von der Welt, dass wir in hunderte-Tonnen schweren Stahlkolossen um den halben Globus düsen.

Oder die Hummel: Sie hat bei 1,2 Gramm Körpergewicht eine Flügelfläche von 0,7 Quadratzentimetern. Nach allen bekannten Gesetzen der Flugtechnik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Das Glück für die Hummel: sie weiß das nicht. Sie fliegt einfach.

Nehmen Sie sich für das neue Jahr doch einfach mal vor, die Welt aus den Angeln zu heben! Seien Sie revolutionär unvernünftig und ignorant und machen Sie es einfach. Und plötzlich...werden Sie fliegen! In diesem Sinne: Segeln Sie gut hinüber, ins Jahr 2017!

Was wir von „Sully“ über unbequeme Entscheidungen lernen können. 06.12.2016

Kapitän Sullenberger muss 2009 nach dem Ausfall beider Triebwerke seinen Airbus im Hudson River landen und rettet allen 155 Menschen an Bord das Leben. Wie uns der Kinofilm „Sully“ den Spiegel vorhält.


Es sind diese Sekunden nach dem Vogelschlag, die ihn auszeichnen. Nicht die sanfte Wasserlandung. Nicht die reibungslose Evakuierung. Sondern der Moment, als Sully entscheiden muss: „Drehe ich um und lande am Flughafen La Guardia, oder tue ich das Undenkbare?“ Weil er sich nicht sicher ist, ob er es ohne Schub zur rettenden Landebahn schafft, entscheidet er sich für den eiskalten Fluss. Aber was, wenn das schiefgegangen wäre? „War doch klar, dass das nicht funktioniert!“ Ein schmaler Grat zwischen „Depp der Nation“ und „Held des Hudson“!

Mein Anti-Crash Tipp: Sully hat Verantwortung für einen Weg weit abseits der Norm getragen. Der „sichere“ Weg ist nicht immer der Richtige. Trauen Sie sich bei unbequemen Entscheidungen mehr zu und überwinden Sie sich, öfter mal zu tun, was Sie für notwendig erachten, anstatt was andere von Ihnen erwarten. Sie sind der Pilot!

Wie sich Kapitän und Crew optimal ergänzen. 15.11.2016

Studien zeigen: nur selten erfüllt Teamwork die Erwartungen. Meetings und Gruppenprojekte entpuppen sich häufig als Zeitfresser und Produktivitätsbremse. T.E.A.M. = Toll Ein Anderer Macht’s?


Die einen kommen zu spät, die anderen blicken nur auf ihr Handy, während manche endlos reden und einige gar nichts sagen: In vielen Unternehmen lässt die Meeting-Kultur zu wünschen übrig. Das kostet alle Beteiligten Zeit, Geld und Nerven. Google verwendet eine Methode aus der Luftfahrt. Jedes Meeting beginnt dort pünktlich und mit 10 Minuten Ruhe. Denn alle am Tisch lesen sich erst ein Briefing durch: worum geht’s? Wo steht man und was ist das Ziel? Dann notiert jeder am Tisch seine Gedanken und trägt sie in wenigen Sätzen vor. Der Praktikant wie der Chef.

Mein Anti-Crash Tipp: Jede Crew brieft sich vor dem Flug. Google tut das. Machen Sie das auch! So sind alle auf dem gleichen Kenntnisstand und jeder kann sich einbringen. Im De-Briefing halten Sie dann die Ergebnisse schriftlich fest und verteilen möglichst gleichmäßig die Verantwortlichkeiten. So nützen Sie die Ressourcen Aller, verkürzen die Meeting-Dauer und erreichen, dass sich jeder mit dem Projekt identifiziert.

„Good Airmanship“: Wie aus Mitarbeitern „zukünftige Kapitäne“ werden. 25.10.2016

"Die Karawane reitet nur so schnell wie das langsamste Kamel." Ein Unternehmen, ein Team, eine Abteilung oder ein Flugzeug zu steuern, ist niemals eine Einzeldisziplin, sondern immer eine Teamleistung. Der Schlüssel dazu: „Good Airmanship“?

„Wir sehen in Ihnen keinen Co-Piloten, sondern einen zukünftigen Kapitän!“ Der Chefpilot der Airline blickte mich ernst an, als ich damals mit 22 meinen Job antrat. Aus zahlreichen Abstürzen hat man gelernt: jeder noch so erfahrene Kapitän macht Fehler. Nur wenn er einen selbstbewussten, eigenverantwortlichen Co-Piloten zur Seite hat, wird dieser eingreifen. Das setzt „Good Airmanship“ voraus.

Mein Anti-Crash Tipp: Geben auch Sie jedem in Ihrer Crew das Gefühl, ein „zukünftiger Kapitän“ zu sein! Fordern und fördern Sie jeden im Team. Übertragen Sie auch mal Verantwortungen und tauschen Sie bei Projekten die Rollen. Stellen Sie Fragen und hören Sie zu: „Wie würden Sie entscheiden?“ Das signalisiert Vertrauen und stärkt die Motivation und den Teamspirit. Und Sie als Kapitän gewinnen an Ansehen und profitieren von einer starken Crew, die eingreift, wenn Sie mal vom Kurs abkommen.

Das „Sterile Cockpit“: Tun Sie das Wichtige, nicht das Aufdringliche! 04.10.2016

Warum gelingt es uns meist nicht, Zeitpläne, Ziele, Projekte zu realisieren? Weil unser Gehirn dieses Vorhaben sabotiert. Ein Phänomen, das auch Flugzeuge abstürzen ließ. Also entwickelte die NASA das „Sterile Cockpit“.


„Heute war wieder soviel los, ich bin zu nichts gekommen!“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Unser Leben ist derart schnell und vielschichtig geworden, dass wir verlernt haben, uns tiefgreifend über Stunden auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Der Grund: ob wichtig oder unwichtig – unser Gehirn belohnt jede erledigte Aufgabe mit dem Glückshormon Dopamin. Wir fühlen uns besser, wenn wir viele Häkchen hinter viele kleine Aufgaben machen können, als stundenlang über dem Strategiekonzept für den Chef zu brüten. Wir rechtfertigen das Aufschieben des wichtigen Projekts vor uns selbst und vor anderen dann mit „zu wenig Zeit“ oder „zu viel los“.

Mein Anti-Crash Tipp: Ab zehn Minuten vor der Landung ist im Cockpit alles außer Fliegen verboten: keine Passagieransagen, kein Paperwork, keine privaten Unterhaltungen. 100% Fokus auf den Anflug. Klingt einfach, braucht aber klare Regeln. Verwandeln Sie Ihr Büro für eine zuvor festgelegte Stunde am Tag in ein „Steriles Cockpit“: E-mail Postfach geschlossen, Handy aus, nicht zu sprechen für Kollegen. Eine Stunde nur Sie, viel Ruhe und das wichtige Projekt. Ein Produktivitäts-Booster!

So nutzen Sie Ihre „Energie-Tankstellen“! 13.09.2016

Erschöpfung ist in unserer Leistungsgesellschaft ein allgegenwärtiges und dennoch unterschätztes Problem. Mit dem „Fatigue Risk Management“ vermeiden Piloten, dass die eigene Leistung in den Sturzflug übergeht.


Die Schlagzeile ging um die Welt: „Piloten fliegen an Flughafen vorbei – weil sie eingeschlafen sind!“ So geschehen auf einem Brussels Airline Flug am 28.06. 2014. Was in diesem Fall glimpflich ausging, endete bereits häufig im Crash: Erschöpfung der Piloten (engl.: Fatigue) zählt zu den Hauptursachen von Flugzeugabstürzen. Endlich wurde das Risiko der Überforderung enttabuisiert und das sog. „Fatigue Risk Management“ eingeführt. Dienstzeiten, Schichtwechsel, Jetlag... strenge Richtlinien und Strategien gegen die Erschöpfung sind für Airlines und Piloten heute weltweit Pflicht. Und bei Ihnen?
Mein Anti-Crash Tipp: Nehmen Sie sich regelmäßig kurze Auszeiten. Stellen Sie sich stündlich den Handy-Wecker, um fünf bis zehn Minuten Ihre Energie-Tankstelle aufzusuchen: kurz an der frischen Luft die Beine vertreten, Power napping, Augen schließen und bewusst auf den Atem achten, oder einfach nur aus dem Fenster blicken und die Seele baumeln lassen. Was für Sie „Nichts tun“ sein mag, ist für unser Gehirn enorm wertvoll, um wieder neue Kraft zu tanken. Es vergeht kaum ein Flug, auf dem nicht einer der beiden Piloten sich mit einem Nickerchen ausruht, um für die anstehende Landung fit zu sein.

Mut zu "überlebbaren" Fehlern 23.08.2016

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag? Meinen ersten Flug als Co-Pilot werde ich nie vergessen...

Beim Boarding habe ich mich vom Cockpit aus in die Kabine umgedreht und mir gedacht: "Wenn die wüssten, dass sie von einem unerfahrenen Piloten geflogen werden!" Tatsächlich habe ich die Maschine gesteuert, der Kapitän hat mich kontrolliert. Was auf den ersten Blick waghalsig erscheint, ist in der Fliegerei Gang und Gäbe: nur wenn man vom ersten Tag an seine Angst vor Fehlern, vor der immensen Verantwortung verliert, sammelt man wertvolle Erfahrung und Selbstvertrauen, um auch in heiklen Situationen richtig zu handeln. Bei einem kritischen Fehler hätte der Kapitän natürlich eingegriffen. Aber eben nur dann. Er hat mich bewusst "überlebbare" Fehler machen lassen. Um zu lernen. Um zu wachsen. Diese ersten Wochen als junger Co-Pilot waren die lehrreichsten und wertvollsten meines Berufslebens.

Mein Anti-Crash Tipp: Schaffen Sie in Ihrem Unternehmen eine Atmosphäre, in der die "Kapitäne" ihrer Crew die Chance zu "überlebbaren" Fehlern geben. Ermutigen Sie unerfahrene Mitarbeiter auch mal zum Sprung ins kalte Wasser, indem Sie ihnen das Kommando erteilen. Kurzfristig mag das auch mal zu kleinen Pannen führen, Zeit und Nerven kosten. Aber mittelfristig profitieren alle Beteiligten immens. Denn Fehler sind im Leben die Lernquelle Nr. 1. Außerdem fördert dieser Vertrauensbeweis an die Mitarbeiter die Motivation und somit die Atmosphäre innerhalb Ihrer Crew.

Gehen Sie in den Krisen-Simulator! 02.08.2016

Niemand beschäftigt sich gerne mit unangenehmen Gedanken.

Unser Gehirn wendet eine raffinierte Vermeidungs-Taktik an, um diese Dinge auszublenden. Deshalb sind wir grundsätzlich Optimisten. Zum Job eines Piloten gehört es, sich regelmäßig im Flugsimulator mit sehr unbequemen und negativen Szenarien auseinanderzusetzen: Triebwerksausfall, Feuer, Evakuierung…all das muss unter realen Stressbedingungen beherrscht werden, sonst verlieren wir unsere Fluglizenz. Ich kann Ihnen sagen: für uns Piloten ist dieser vierstündige Checkflug wie der Besuch beim Zahnarzt (mit Bohren!).

Mein Anti-Crash Tipp: Gehen auch Sie in den „Krisen-Simulator“: treffen Sie sich einmal pro Monat mit Ihrer Abteilung und spielen Sie denkbare Gefahren durch. „Welche Ereignisse würden unsere Firma oder Abteilung richtig hart treffen?“, „Was würden wir dann ganz konkret tun?“. Daraus erstellen Sie eine Notfall-Checkliste, die bei jedem Mitarbeiter griffbereit in der Schublade landet. Mir hat das Training im Simulator 2009 das Leben gerettet. Seien auch Sie vorbereitet, wenn es hart auf hart kommt!

Multi-Tasking bis zum Crash? 12.07.2016

„Fliegen ist wie ein Sack Flöhe hüten!“.

Diesen Satz werde ich nie vergessen. Er stammt von meinem damaligen Fluglehrer Ulf. Höhe, Geschwindigkeit, Kurs, Flugroute, Funken, die vielen Schalter betätigen…als angehender Pilot ist es kein Leichtes, hier noch den Überblick zu behalten. Ulf klopfte mir lachend auf die Schulter, als ich entmutigt aus meiner Cessna stieg. Gleicht Ihr Alltag auch oft einem Sack Flöhe? E-mails, Telefon, Termine, Mitarbeiter, Meetings, Social Media…oft springen wir verzweifelt von einer Aufgabe zur nächsten, um irgendwie alles unter einen Hut zu bringen. Mein Anti-Crash Tipp: Es ist wissenschaftlich erwiesen: Multitasking ermüdet, stresst und provoziert Fehler. Legen Sie sich im Vorfeld einen Plan zurecht und dann konzentrieren Sie sich in Ruhe auf eine Aufgabe. Auch wenn es Überwindung kostet, die mail oder den Anruf zu ignorieren: wir Piloten wissen in jeder Flugphase, welche Parameter wichtig sind und konzentrieren uns nur darauf. Das minimiert die Crash-Gefahr – auch in Ihrem Cockpit!

Das Multi-Crew Concept 05.07.2016

Im Cockpit sind Einzelkämpfer undenkbar.

Piloten überwachen und unterstützen sich immer gegenseitig. Vier Augen sehen mehr! Das „Multi-Crew Concept“ wird im Flugsimulator trainiert und hat die Fehlerquote im Cockpit auf einen Bruchteil reduziert. Das ist die Stärke eines Teams, die auch Sie nutzen sollten! Ein Unbeteiligter hat eine andere Perspektive, blickt unverkrampfter auf Ihr Problem. Bitten Sie aktiv um Rat: „Wie siehst Du die Situation? Was würdest Du tun?“ Positiver Nebeneffekt: Sie zeigen Ihrem Kollegen damit: „Ich schätze Dich. Menschlich und fachlich.“ Das stärkt den Zusammenhalt Ihrer Crew.



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